2019 nr.2 | Braucht der Feminismus das Denken der sexuellen Differenz?

Zeitschrift Nr. 2 – 2019 bestellen

Die AEP-Informationen verstehen sich als ein Ort, an dem Nachdenken über gesellschaftliche Verhältnisse, politische Strukturen, mögliche aber auch verhinderte Lebensweisen/pläne und Phantasieren über eine bessere Welt stattfinden kann. Basis und Grundlage ist immer eine feministische, hierarchiekritische Perspektive. Dabei ist die AEP-Redaktion darum bemüht, der LeserInnenschaft einen möglichst breiten Horizont an Denksträngen zu bieten. Das vorliegende Heft widmet sich nun einem Denkansatz, der in den deutschsprachigen Ländern nicht im Vordergrund steht: dem Denken der Differenz. Dazu haben Barbara und Bernadette Grubner den inhaltlichen Schwerpunkt dieser Ausgabe gestaltet: „Unsere gemeinsame Leidenschaft ist das Denken der sexuellen Differenz. Aktuell interessiert uns besonders die Frage, wie die lacanianische Gesellschaftskritik für den Feminismus fruchtbar gemacht werden könnte.“

Das aktuelle Heft wurde von den Wissenschaftlerinnen Barbara Grubner und Bernadette Grubner gestaltet.

Illustrationen: Judith Klemenc. Die Illustrationen in diesem Heft entstammen dem Video „Affidamento“ (dt. anvertrauen), siehe den Textbeitrag der Künstlerin in diesem Heft.

Redaktion der AEP-Informationen: Elisabeth Grabner-Niel, Monika Jarosch, Andrea Urthaler

 

Inhalt

40 Jahre AEP-Frauenbibliothek – Ein Fest der Bucher und des Lesens
Editorial

Barbara Grubner, Bernadette Grubner: Denken der sexuellen Differenz. Ein Geleitwort

Denken mit Luce Irigaray
Birge Krondorfer: „Wenn du dich rührst, störst du ihre Ordnung“. Eine kleine Einführung in das Denken von Luce Irigaray
Sabine Hattinger-Allende: Wider die Politik des Vergessens. Über schmerzhafte Einsichten und verheißungsvolle Versprechen
Anna Hartmann: Begegnung in der Differenz. Das ungelöste Problem der Sorge
Silvia Stoller: Anerkennung durch Schweigen?

Die mütterliche Gabe hat keine symbolische Existenz. Interview mit Tove Soiland Teil 1: Care-Arbeit und die Phantasie von der unbegrenzt verfügbaren Mutter

Differenzdenken aus Italien I: Perspektiven auf aktuelle Debatten
Heike Kahlert: Mutterschaft neu begreifen. Potenziale des italienischen Differenzdenkens
Antje Schrupp: Antimuslimischer Rassismus in der Frauenbewegung. Kann das Denken der sexuellen Differenz helfen?
Andrea Günter: Die denkende Differenz der Geschlechter. Sexuelle Differenz und geschlechtergerechte Sprache

Die mütterliche Gabe hat keine symbolische Existenz. Interview mit Tove Soiland Teil 2: Das italienische Differenzdenken und die Zukunft feministischer Kämpfe

Differenzdenken aus Italien II: Bezogenheit und Weltgestaltung
Dolores Zoé Bertschinger: Die weibliche Autorität ins Spiel bringen
Michaela Moser: Als Denkfreundinnen unterwegs
Judith Klemenc: Differenz. Unvertrautheit. Vertrautheit. Anvertrauen. Affidamento

Gesellschaftskritik mit Lacan
Barbara Rendtorff: Anti Gender Wahn
Barbara Grubner: Autoritäre Demokratie. Über rechte Sündenbockpolitik und was sie mit Begehrensstrukturen zu tun hat
Interview mit Alenka Zupančič: Für mich geht es im Feminismus um die Einschreibung einer Spaltung in die Welt

Rede von Petra Flieger bei der Donnerstagsdemo am 25. April 2019 in Innsbruck: Schluss mit dem Aberkennungswahn von gut integrierten Asylberechtigten! „Es nützt nichts, dass wir gut integriert sind.“
Monika Jarosch: Grauslichkeiten der türkis-blauen Bundesregierung in der Sozial- und Frauenpolitik
Elisabeth Grabner-Niel: Frauen*Volksbegehren
Sigrid Prader: Das Frauenmuseum in Meran und sein Netzwerk
Donnerstag Demo in Innsbruck
Rezensionen
Neue Bücher