„Alles inklusive – Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter“

Lesung mit Mareice Kaiser

Freitag, 20. April 2018 19:30 Uhr
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19, Innsbruck

Moderation:  Lisa Pfahl und Mar_ry Anegg

Elternwerden hatte sich Mareice Kaiser anders vorgestellt: Ihre erste Tochter kommt durch einen seltenen Chromosomenfehler mehrfach behindert zur Welt. Das Wochenbett verbringen sie im Krankenhaus, statt zur Krabbelgruppe gehen sie zum Kinderarzt.
Mareice Kaiser erzählt von der Unplanbarkeit des Lebens, vom Alltag zwischen Krankenhaus und Kita, von ungewollten Rechtfertigungen, dummen Sprüchen, stereotypen Rollenverteilungen, bürokratischem Irrsinn und schwierigen Gewissensfragen.
Es ist die Geschichte einer jungen Mutter, die mehr sein will als die Pflegekraft für ihre behinderte Tochter. „Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der mein Kind die Kita verlassen muss, weil es zu behindert ist. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der ich dankbar dafür sein muss, wenn jemand mein Kind betreut, weil ich arbeiten möchte. Ich möchte nicht immer auf Glück angewiesen sein. Wie soll sich was verändern, wenn niemand kämpft?“ – Fragen, die uns alle angehen.
„Alles inklusive – Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter“ ist das erste Buch der Berliner Autorin. Ein wichtiger, kämpferischer Beitrag zu den aktuellen Debatten um Inklusion, Pränataldiagnostik und Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter besonderen Bedingungen – und die Liebeserklärung einer Mutter an ihre Tochter.

https://www.fischerverlage.de/buch/alles_inklusive/9783596296064

Mareice Kaiser, Jahrgang 1981, lebt in Berlin und im Internet. Über ihr inklusives Familienleben als Mutter von zwei Kindern – mit und ohne Behinderung – berichtet sie auf ihrem Blog Kaiserinnenreich, mit dem sie innerhalb kürzester Zeit digitale Newcomer-Preise gewann. http://kaiserinnenreich.de
Als Journalistin veröffentlicht sie Artikel zu den Themen Inklusion, Geschlechtergerechtigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf u. a. bei der tageszeitung (taz), ZEIT Online und im MISSY Magazine.

Wir bemühen uns um eine barrierearme Veranstaltung. Die Räumlichkeit ist für RohlstuhlfahrerInnen barrierefrei zugänglich. Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.

Eine Veranstaltung von ArchFem-  Interdisziplinärer Raum für feministische Intervention  https://www.archfem.net, Lehr- und Forschungsbereich Disability Studies und Inklusive Pädagogik, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Innsbruck https://www.uibk.ac.at/iezw/forschung/disability-studies-und-inklusive-paedagogik.html und AEP – Arbeitskreis Emanzipation Partnerschaft https://aep.at

29. Gesprächsrunde für Frauen: Begegnung – Austausch – Vernetzung

Montag, 7. Mai 2018, 19:00 Uhr
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19, Innsbruck

Die nächste Gesprächsrunde der „Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung und Austausch“ widmet sich u.a. der Nachbesprechung des Diskussionsabends mit Politikerinnen anlässlich der Gemeinderatswahl in Innsbruck. Weiters beschäftigen wir uns u.a. mit der Frage, wie wir bei öffentlichen Stellungnahmen mit unterschiedlichen Positionierungen umgehen wollen.

Jede Frau ist herzlich willkommen!!!

Bitte diese Einladung auch weiterverbreiten – die Gesprächsrunden richten sich an alle Frauen, unabhängig von ihrem Zugang zu Feminismus und Frauenbewegung und den Kontexten ihres Engagements.

Die Räumlichkeit des AEP ist für RollstuhlfahrerInnen barrierefrei zugänglich. Bei Bedarf nach Gebärdensprachdolmetsch oder sonstiger Unterstützung bitte Kontakt aufnehmen: office@aep.at

Judith Wolfsberger: Virginias Vision!

Mittwoch, 9.Mai 2018, 18:30 Uhr
ArchFem, Zollerstraße 7, Innsbruck

Judith Wolfsbergers neues Buch ist ein Manifest für weibliche Schreibräume und den Mut zum Schreiben der eigenen Wahrheiten.

Wir reisen mit ihr auf den Spuren ihrer geistigen Mentorin, Virginia Woolf (1882 – 1941), nach Südengland, Kalifornien, Hawaii, New York, Weimar und Berlin. Schließlich landen wir in neuen kooperativen Schreibräumen in Wien. Dieses Memoir stellt Virginia Woolf erstmals im deutschsprachigen Raum als die große Inspiratorin weiblichen Schreibens vor und fragt:

  • Was bedeutet es heute, Autorin, Mutter, Künstlerin und Feministin zu werden?
  • Wie können wir (generationenübergreifende) Traumata schreibend transformieren?
  • Wie können wir die radikale Vision, die Virginia Woolf 1928 für schreibende Frauen der Zukunft formuliert hat, umsetzen?
  • Was brauchen Frauen heute, um selbstbestimmt & solidarisch schreiben zu können, innerhalb & außerhalb der Universitäten?

Schaffen wir neue Schreibräume! Schaffen wir eine neue feministische Schreibpraxis!

http://www.virginias-vision.com/

Judith Wolfsberger, geb. 1970 ist auch Autorin von „Frei geschrieben: Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten“ (UTB, 4. Auflage). Sie lebt mit ihrem Sohn in Wien. Judith Wolfsberger hat 2002 das writers’studio Wien gegründet, das nunmehr zu einem mittelgroßen privaten Schreibinstitut – mit Schwerpunkt angloamerikanische Schreibdidaktik – herangewachsen ist. Dort und an anderen Institutionen hält sie Schreibseminare u.a. zu Personal Essay, Sachbuch, Memoir, feministischer Schreibpraxis, Visual Diary, verständlichen Sach- & Fachtexten etc.

Ein Literarischer Salon als Kooperationsveranstaltung von Öffentlicher AEP-Frauenbibliothek, ArchFem – Interdisziplinärer Raum für feministische Intervention und Seefrauen.at