2018 nr.1 | 100 Jahre Frauenwahlrecht

… und die reale politische Mitwirkung

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20180219_aep_2018_01_cover2018 wird allenthalben als Jubiläum „100 Jahre Republik Österreich“ begangen. Wir setzen uns in dieser Ausgabe mit einem besonders für Frauen relevanten Aspekt auseinander: 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich, 1918 durch ein Gesetz festgeschrieben, 1919 zum ersten Mal ausgeübt. Das Frauenwahlrecht ist nicht einfach so vom Himmel gefallen oder gnädigerweise zugestanden worden. Es wurde in jahrzehntelanger Agitation gegen viele Widerstände und heftige Gegnerschaft erkämpft. Aber wir lassen unseren Blick auch in andere Regionen und Zeiten schweifen. Schließlich stellt sich die Frage: Weshalb ist das Frauenwahlrecht eine wichtige Etappe? Eine Stimmabgabe ist nur ein Aspekt von politischer Mitgestaltung und gesellschaftlichem Veränderungswunsch. Wie ging und geht es weiter? Welche Beteiligungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten machen sich Frauen zunutze, um der gerechteren Gesellschaft, wie wir sie uns wünschen, näher zu kommen?

Herausgeberinnen: Elisabeth Grabner-Niel, Monika Jarosch, Andrea Urthaler

Inhaltlich gestaltet wurde diese Ausgabe durch das Doktorand*innen-Netzwerk der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung der Universität Innsbruck. Davon haben sich Marcel Amoser, Elisabeth Grabner Niel, Florian Ohnmacht, Andrea Urthaler und Tanja Vogler aktiv an der Gestaltung dieser Ausgabe beteiligt.

Titelbild:
Das Titelbild wurde von Monika K. Zanolin in Zusammenarbeit mit Monika Jarosch für das Roll up „it’s time“ der Wanderausstellung „feminism loaded“ gestaltet. Es zeigt Marianne, das Symbol der Freiheit. Sie schwingt heute die Regenbogenfahne. Sie ist mit allem ausgestattet, was einer Frau* so zugesprochen wird: Pussy Hat auf dem Kopf, ein Kind an der Hand, ein Handy, ein Besen – ist es ein Haushalts- oder ein Hexenbesen? Auch der Froschkönig darf nicht fehlen: Wird sie ihn küssen? Wird es ein Prinz oder auch nicht? Marianne, die Freiheitskämpferin, reitet auf der Schnecke. Dieser Ritt auf der Schnecke symbolisiert den langsamen Fortschritt hinsichtlich der tatsächlichen Gleichberechtigung von Frauen.

Inhaltsverzeichnis:
Feminism Loaded – eine Ausstellung des AEP
Die Vorgeschichte zu 1918 – der Weg zum Frauenwahlrecht in Österreich: Birgitta Bader-Zaar
Johanna Dohnal: „Es ist immer um Kampf gegangen!“: Erika Thurner
Geschlechterpolitik und geschlechterpolitisch relevante Sozialpolitik in Österreich: Max Preglau
Internationale Frauenbewegungen und politische Partizipation: Netzwerke und Konfliktlinien: Ilse Lenz
USA „Mutterland der Demokratie“ – jedoch nicht einmal 100 Jahre bundesweites Frauenwahlrecht: Elisabeth Grabner-Niel
Der Kampf um Frauenrechte und politische Partizipation in den 1970er und 1980er Jahren und der Beitrag einer regionalen Frauenbewegung am Beispiel Südtirol: Andrea Urthaler
Wahlrecht für alle – eine umkämpfte Geschichte: Marcel Amoser und Florian Ohnmacht
„Mein Partner und ich legen keinen Wert auf die Bekanntschaften mit muslimischen Einwanderern, für die unsere Liebe eine Todsünde ist“. Die Instrumentalisierung von Geschlechter- und Sexualpolitiken durch rechte Parteien: Tanja Vogler
100 Jahre allgemeines und gleiches Frauenwahlrecht und politische Partizipation bedeuten für mich/für uns…. Statements von Politikerinnen und gesellschaftlichen Akteurinnen

Berichte
Das Frauen*Volksbegehren 2.0: Elisabeth Grabner-Niel
Die Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung und Austausch Innsbruck: Elisabeth Grabner-Niel
(K)Ein Jahr zum Feiern? Die Plattform 20000: Frauen Hilde Grammel
Theaterstück „Brennen“: Andrea Umhauer und Tanja Vogler

Rezensionen
Ankündigungen

Veranstaltungsreihe JUFF „100 Jahre Frauenwahlrecht“
Menschenkette für Frauenrechte
Termine rund um den 8. März – Internationaler Frauentag 2018

Gabi Haas verstorben
Kurzmeldung
Die AEP-Frauenbibliothek
Frauenkino zum Mitnehmen

2017 nr.4 | Geschlecht und Migration

Geschlecht und Migration

ein spannungsgeladenes Verhältnis!?

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4-17Coverweb_2Ist Einwanderung ein zentrales Element in unserer Gesellschaft? Machen sich nur Männer auf den Weg oder sind Frauen auch eigenständig Handelnde beim Aufbruch in eine andere Heimat? Welche Bedeutung kommt ‘Geschlecht’ in diesem Zusammenhang zu? In dieser Ausgabe der AEP Informationen soll einer Gegenstimme Gehör verschafft werden, ganz im Sinne einer feministischen Gegenrede, die Frauen als Subjekte und eigenständig Handelnde wahrnimmt und ihre Lebensrealitäten aufzeigt, mit denen sie als Migrantinnen konfrontiert sind.

 

Eine Forschungsgruppe an der Universität Innsbruck befasst sich seit Jahren mit dieser komplexen Materie und erhebt eine kritische Stimme gegenüber der üblichen Forschung zum Thema Migration: Die Frage nach geschlechtsspezifischen Strukturen kommt in dieser gar nicht, oder zumindest nur sehr am Rande vor. Dadurch werden Vorurteile, Auslassungen und Ignoranzen weiterhin bestärkt. In dieser Ausgabe werden Aspekte auf einer mehr theoretischen Ebene beleuchtet, Lebensrealitäten migrierender Frauen werden hautnah dargestellt, die entsprechende Politik des Aufnahmelandes Österreich wird analysiert und in ihren Tendenzen aufgezeigt. Migrantinnen kommen zu Wort, die mediale Darstellung im Ankunftsland wird untersucht und einschlägig engagierte Einrichtungen und Projekte vorgestellt.

 

Das Heft wurde gestaltet von der Forschungsgruppe Geschlechterverhältnisse der Migrationsgesellschaften mit Marcel Amoser, Sabine Gatt, Elisabeth Grabner-Niel, Kerstin Hazibar, Maria Teresa Herrera Vivar, Max Preglau, Paul Scheibelhofer, Gloria Tauber, Andrea Umhauer

Judith Klemenc, Autorin, Künstlerin und Kunstvermittlerin, illustrierte dieses Heft.

 

Inhaltsverzeichnis

Editorial
Geschlecht und Migration. Ein spannungsgeladenes Verhältnis!? Zur Einführung
Forschungsgruppe Geschlechterverhältnisse der Migrationsgesellschaften*
Die Migrantin retten!? Andrea Umhauer
Gender in der medialen und politischen Debatte in (und nach) der „Flüchtlingskrise“ Johanna Elle, Sabine Hess
Homophob sind vor allem die Anderen?! Zu den affirmativen Verstrickungen von Rassismus und Homophobie Christine M. Klapeer
Migrations- und geschlechtertheoretische Reflexionen auf Beratung Kerstin Hazibar
„Wer bleiben will, muss die Regeln unseres Zusammenlebens einhalten“ Paul Scheibelhofer
Bildung in Deutschland, Leben in der Türkei – Der Fall Rüya Nora Warrach
Dichotomien in Diskursen über Sexarbeit: Aufdeckungen und Problematisierungen aus der Perspektive einer Migrant*innen-Selbstorganisation maiz
Migrationspolitik und Geschlecht Max Preglau
Medizinstudierende mit türkischer Migrationsgeschichte Gloria Tauber
„Türkenliebchen“ – Die Anderen im Haller Lokalanzeiger Verena Sauermann
Berichte
FLUCHTpunkt
migrantas
„Wir haben kommen müssen“
Bericht über die Veranstaltungsreihe RASSISMUS – SEXISMUS – HOMOPHOBIE
Rezensionen
Termine
Geschlecht und Migration – Eine Auswahl von Büchern in der AEP-Frauenbibliothek

 

2017 nr.3 | Wirtschaftspolitik – auf wessen Kosten?

Wirtschaftspolitik – auf wessen Kosten?

Feministische Perspektiven zu Ökonomie

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Redakteurinnen: Hilde Grammel (Anglistin, Historikerin) und Birge Krondorfer (Politische Philosophin)

Künstlerin/Illustration des Heftes: Judith Klemenc (Autorin, Künstlerin und Kunstvermittlerin)

 

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Es wird, nein, es ist Zeit, dass sich Frauen nicht mehr von Wirtschaftsthemen abschrecken lassen!

Das Thema ist eminent wichtig, auch wenn die HERR-schaften das nicht sehen wollen oder können. Auf den Universitäten marginalisiert, in Politik und Wirtschaft unerhört, arbeiten feministische, genderkritische und politische Ökonominnen unermüdlich an der Kritik eines Systems, das in der Neuzeit Frauen und andere, zur buchstäblichen Minderbemitteltheit verurteilte Menschen – schlicht und einfach formuliert – ausbeutet. Und zynisch ist es, wenn dann heute von Global Playern (übersetzt: globalen Spielern, sic!) auf Wirtschaftsgipfeln u.a. das Miniunternehmertum als (auch noch) emanzipatorisches Heilsmittel für Frauen und Arme angepriesen wird.

Wie ein entzündeter Faden zieht sich durch fast alle Beiträge die hartnäckige und scheinbar un(auf)lösbare Problematik der unterbezahlten Erwerbsarbeit und unbezahlten Haus- und Sorgearbeit von Frauen. Dass diese TATsache von den Nutznießenden nicht infrage gestellt wird, ist evident, aber wieso sie von den meisten Aus- und Benutzten schicksalsartig hingenommen wird und nicht zu zündendem Begehren nach Veränderungen führt, ist ein großes Rätsel. Vielleicht hilft diese Ausgabe zu vertieften Einsichten und motiviert zum Engagement. „Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt“, war vor Jahrzehnten ein bewegendes Motto; wir sollten es erinnern.

 

 

Inhaltsverzeichnis

Editorial
Silvia Federici: Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus.
Mascha Madörin: Die große Ungerechtigkeitsmaschine.
Christa Wichterich: Neoliberale Frauenfeindlichkeit, Marktfeminismus und die Retterinnen der Welt.
Tove Soiland: Die verborgenen Stätten der Reproduktion.
Gabriele Michalitsch: Männliche Härte: Vom neoliberalen Konkurrenten zum rechten Feind.
Christa Schlager und Elisabeth Klatzer: Warum die EU-Wirtschaftspolitik Europa tiefer in die Krise führt.
Michaela Moser: Frauen sind reich.
Ina Praetorius: Wirtschaft ist Care. Ein Paradigmenwechsel in der Ökonomie ist unterwegs.
Veronika Bennholdt-Thomsen: Die Subsistenzperspektive: ein ökofeministischer Beitrag zu Degrowth.
Nora Räthzel: Eine hoffnungsvolle Beziehung zwischen Frauen-, Umwelt- und Arbeiterbewegung?
Frigga Haug: Die Vier-in-Einem-Perspektive als Leitfaden für Politik.
Elisabeth Klatzer: Femme Fiscale: Feministische Kämpfe rund ums Budget.
Katharina Mader: Gender Budgeting. Ein (taugliches) Instrument für mehr Geschlechtergerechtigkeit?
Käthe Knittler: Feministische Überlegungen zu neuen Geldpolitiktheorien.
Karin Schönpflug: Gegen Kleinfamilien, Kokosnussökonomie und Kapitalismus – eine feministische, queere und antikoloniale Kritik.
Christina von Braun: „Daran glauben müssen“ – vom Dienst am Geld.
Barbara Eder: Warenfetischismus heute.
Andrea Ellmeier: Vom klassen- zum regionalbewussten solidarischen Konsum.
Voula Taki: Gelebte Frauensolidarität in Thessaloniki.
Viktoria Spielmann und Eva Maria Zenz: Because it’s 2017 – weil Frauen*politik nicht noch einmal 20 Jahre warten kann! Das neue Frauen*volksbegehren.
Margit Appel: Literaturempfehlung: Feministische und postpatriarchale Perspektiven auf das Bedingungslose Grundeinkommen.
Rezensionen
Simone Veil ist tot (1927-2017)
TKI open 18_humor
Neue Bücher

2017 nr.2 | 2017 NEIN zu Gewalt an Frauen!

Aktionen und Veranstaltungen zu den 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen in Innsbruck/Tirol 2016

aep_2017_H2_CoverGewalt gegen Frauen passiert täglich und überall. Gewalt gegen Frauen gab es schon immer. Es ist keineswegs ein neues mit den aktuellen Migrationsbewegungen importiertes Phänomen.

Jährlich wird weltweit vom 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, auf diesen gravierenden Missstand aufmerksam gemacht.

In den zwei Aktionswochen „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ tragen engagierte Frauen und Organisationen das Thema in großer Kreativität in die Öffentlichkeit.

Auch in Tirol und in Innsbruck gab es im November und Dezember 2016 wieder viele bemerkenswerte und künstlerische Aktivitäten. All diese Aktivitäten sind es wert über den Tag hinaus dokumentiert zu werden zum Nachlesen und zur Inspiration. Es war uns, dem Redaktionsteam der AEP Informationen, ein Anliegen, die Vielfalt der Beteiligung und des Engagements aufzuzeigen und zu belegen.

Gemeinsam in all unserer Vielfältigkeit gegen jede Form von Unterdrückung, auch bei den „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ 2017!

 

Zum Titelbild

Die Aufnahme der Fotografin und Filmemacherin Monika K. Zanolin zeigt im Hintergrund die Kulisse der Innsbrucker Innenstadt und einen Teil einer Skulptur der Künstlerin Angela Zwettler. Es ist ein mobiles Denkmal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen – ein großes „schönes“ Frauengesicht, durch aufblasbares Material geformt, an den Schultern mit dem Straßenboden verbunden. Es scheint aus dem Boden der Stadt hervorzukommen. Es blickt uns an, es sieht von weitem bunt und leicht aus.

Dieses Denkmal wurde schon mehrfach anlässlich des Internationalen Frauentags und der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in Innsbruck und  anderen Tiroler Gemeinden aufgestellt. Organisiert wurden diese Aktionen durch ArchFem, Interdisziplinäres Archiv für feministische Dokumentation, gemeinsam mit feministischen Initiativen Innsbrucks.

Die Künstlerin Angela Zwettler lebt und arbeitet in Wien. „Das, was mich u.a. interessiert, ist der gesellschaftliche öffentliche Raum, der durch die hinzugefügte künstlerische Arbeit zum Ort kommunikativer Elemente wird und so Ausgangspunkt eines Diskurses ist.“ Angela Zwettler, www.angelazwettler.com

Inhaltsverzeichnis

  • Editorial
  • 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Globaler Aufschrei gegen Unterdrückung. Elisabeth Grabner-Niel
  • 16 Tage gegen Gewalt an Frauen – „Wir hissen die Fahne“. Maria Furtner
  • Fahnenaktionen in Tirol 2016. Andrea Urthaler
  • Demo am 25. November: „für Demokratie – gegen rechts“
  • Ach wie gut, dass niemand weiß … Rückblick auf den Theaterworkshop zum Thema Gewalt gegen Frauen im November 2016. Johanna Huter und Petra Unterberger
  • Frauen – Flucht – Menschenhandel. Helga Konrad
  • Ich bin ich kann ich werde. Eine Performance anlässlich der 16 Tage gegen Gewalt gegen Frauen 2016
  • kinovi[sie]on – Filme zum Schwerpunktprogramm „Frauen und Flucht“
  • Dem Ton einen Namen geben. Lilith. Judith Klemenc
  • Bausteine statt Stolpersteine – 35 Jahre Frauenhaus. Andrea Urthaler
  • heimlich heimelig. Ein von Sandra Weger erarbeitetes Konzept für ein neues Frauenhaus
  • Erzählcafé und Fotoausstellung „ipsum meets ibus“. Mit Brigitte Obrist (ehemalige Sexarbeiterin und Aktivistin). Isabella Hafele
  • 16 Tage gegen Gewalt an Frauen. Veranstaltungen 25. November bis 10. Dezember 2016
  • Geschlechtsspezifische Gewalt – in allen Ecken und Enden der EU. Ergebnisse der aktuellen Untersuchung der EU Kommission. Elisabeth Grabner-Niel
  • Ausstellung „feminism loaded“
  • Innsbrucker Gender Lecture
  • Frauen*volksbegehren 2.0
  • Rezensionen
  • Auswahl aus der AEP-Frauenbibliothek zum Thema Gewalt

2017 nr. 1 | Feminismus und Sexualität

Cover1_17Webseite2Aspekte weiblicher Sexualität in diesem Heft – natürlich kann dieses Heft nicht im Entferntesten alle Aspekte feministischer Sichtweisen auf weibliche Sexualität abdecken, nicht einmal einen Bruchteil davon. Es handelt von Körpern und ihren Bildern, von lustvollen, lüsternen Göttinnen und von Lust und Gewalt. Gewalt ist nie Sex. Sexualität und Gewalt unter dem Sammelbegriff „Sexualität“ in einem Heft zu thematisieren ist problematisch. Sexualisierte Gewalt ist keine Form von Sexualität. Doch der Umgang unserer Gesellschaft damit, sowie die strukturelle Art der Thematisierung von Sexualität, die in enger Verbindung zu Gewalt steht und diese damit legitimiert, ließ uns die Einbeziehung wichtig und notwendig erscheinen. (vgl. den Beitrag zu Rape Culture in diesem Heft).

Redakteurin: Helga Pregetsbauer

Inhaltsverzeichnis

Editorial

Helga Pregesbauer: Drachinnenzähmung

Andrea Dechant: Sexualität einer Göttin!

Katja Grach, Michaela Urabl: Was machen eigentlich diese Sexualpädagogen*Sexualpädagoginnen?

Del LaGrace Volcano im Gespräch mit Paul Haller über queere Kunst, Widerstand und Inter*sexiness: Inter*sexy!

Christian Fiala: Sexualität und Fruchtbarkeit: Eine über 100-jährige Geschichte des Kampfes für Selbstbestimmung

Sara Ablinger: Body Shaming. Von der Pflicht zu gefallen

Katharina Beclin: Welchen Einfluss hat der Gesetzgeber auf unser Sexualleben?

Yvonne Czermak: Transfrauen in Haft. Von inneren und äußeren Mauern, Grenzen und Zwängen

Larissa Breitenegger: Vulvenvielfalten

Brigitte Temel: Street Harassment und Lesbische Frauen*

Miriam Kollmann: Porno erregt. Eine Einführung in die feministische Pornografie

Helga Pregesbauer: Rape Culture. Vergewaltigung mit System

Katrin Lukas: Sexualität ganz praktisch

Rezensionen

Termine

Bücher zum Thema in der AEP-Frauenbibliothek

In eigener Sache

2016 nr. 4 | Bissige Geschichten

Feminismen, Humor und Widerstand

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Redakteurinnen: Karin Macke und Bettina Zehetner, gemeinsam mit Mitarbeiterinnen des Vereins Frauen* beraten Frauen* in Wien, ihre Weggefährtinnen, Kolleginnen, Freundinnen

Künstlerinnen: Brigitta Höpler, Maria Temnitschka, Angela Zwettler

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Ausgehend von der Wunschphantasie „Hängematte statt Hamsterrad“ basteln die Autorinnen dieses Hefts an feministischen Strategien für ein gutes Leben. Die Ökonomisierung durchdringt zunehmend alle Lebensbereiche, sie formt und ver-formt uns – unsere Lebensweisen, unsere Identitäten und unsere Körper. Wir leben unter dem Imperativ der beständigen Selbstbearbeitung und -optimierung und dem permanent bedrohlichen Gefühl, nicht zu genügen. Wir müssen uns „anpassen“, flexibel und mobil sein, effizient und kreativ unsere eigenen Arbeitsplätze und Projekte gestalten. Wir müssen uns täglich bewähren auf dem immer beschleunigter, druckvoller und prekärer werdenden Arbeitsmarkt ebenso wie auf dem Markt der Körper und Beziehungen. In unserer Selbstausbeutung sind wir unsere strengsten Richterinnen. Solchen Entwicklungen wollen wir im vorliegenden Heft bissige Geschichten und humorvollen Widerstand entgegensetzen.

Inhaltsverzeichnis Heft 4 2016

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2016 nr. 3 | In anderen Umständen

Mutterschaft in Diskussion

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Redakteurinnen: Hilde Grammel und Birge Krondorfer

Illustrationen: Judith Klemenc

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Das neue Heft „In anderen Umständen. Mutterschaft in Diskussion“ bringt eine grundlegende, umfassende und differenzierten Auseinandersetzung mit dem Thema Mutter/schaft. Wir haben in dieser Ausgabe versucht, Ausschnitte der Spannbreite der Themen und Diskussionsräume einzufangen.
Die ‚Mutter’ als Realität, als Symbol, als Tätige ist ein heißes Terrain. Als Existierende ist sie uns so selbstverständlich – wir alle sind von einer Mutter Geborene –, dass man meinen könnte, dazu gäbe es nichts zu sagen: sie ist einfach da, nicht wegzudenken und in gewisser Weise undenkbar. Wir vergessen die Welt aus unseren Kinderaugen – sie kommen in dieser Ausgabe ins Bild mit den Zeichnungen von Judith Klemenc.

Im Umgang mit Mutterschaft spiegeln sich die Geschlechterverhältnisse und damit die Position der Frauen in der jeweiligen vorherrschenden Ordnung. Und deshalb spielte die Mutter/schaft als Wirklichkeit und als Diskurs in allen Frauenbewegungen immer eine große, wenn auch höchst umstrittene Rolle. Die Mutter und das Mütterliche waren und sind wie ein Brennglas widersprüchlicher Perspektiven innerhalb der feministischen Debatten. Interessant ist, dass Mutter/schaft/lichkeit in den letzten beiden Dekaden in der feministischen Theorie kaum noch zur Diskussion stand. Das scheint sich in der letzten Zeit wieder zu ändern – was man an den Streitpunkten Väterrechte, Leihmutterschaft, Versorgung, Alleinerzieherinnen usw. sehen kann.

Wir wünschen erhellende Einblicke in „andere Umstände“.

Inhaltsverzeichnis Heft 3 2016

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2016 nr. 2 | Flucht

Debatten & Realitäten aus feministischer Perspektive

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Gastredakteurinnen: Monika Jarosch, Lisa Gensluckner, Elisabeth Grabner-Niel

Illustrationen: Judith Klemenc

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Die Stimmen, die Angst schüren, sind mächtig. Es wird Angst geschürt vor der „Überfremdung“, Angst vor der Flüchtlings“lawine“, vor dem „Dammbruch“, vor der „Krise“, vor den „Horden sexualisierter Männer“…
Wir geben in diesem Heft jenen Stimmen einen Raum, die in der Asylpolitik an völker- und menschenrechtliche Verpflichtungen anknüpfen und aus dieser Perspektive den aktuellen Zustand kritisch beleuchten. Beiträge dieses Heftes werfen auch einen Blick auf frauenspezifische Fluchtgründe und auf die speziellen Hindernisse, die Frauen während der Flucht oder wenn sie Asyl beantragen wollen, überwinden müssen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Debatte über die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln. Dieser Debatte haben wir in diesem Heft besonderen Raum gegeben, weil sie einerseits von feministischer Seite ein genaues Hinsehen auf Rassismus und Sexismus erfordert und weil sie andererseits zu zahlreichen Verschärfungen und Hetze gegen Flüchtlinge genützt wird.

Inhaltsverzeichnis Heft 2 2016

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2016 nr. 1 | Fit, prekär & heimlich putzen

Selbstsorge als politische und gesellschaftliche Herausforderung

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Gastredakteurinnen: Andrea Urthaler, Irmi Peer und Daniela Schwienbacher vom Verein Netzwerk Geschlechterforschung

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Das Postulat der andauernden Verfügbarkeit und die damit verbundene Entgrenzung in Beruf und persönlicher Lebensgestaltung haben immer häufiger negative Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen. Daher haben wir uns in diesem Heft mit „Selbstsorge als politische und gesellschaftliche Herausforderung“ beschäftigt. Das Thema wird aus theoretischer Sicht und individueller Betroffenheit mit großem Praxisbezug behandelt.

Inhaltsverzeichnis Heft 1 2016

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2015 nr. 4 | Nebensache Frau-Sein

Schwerpunkt zu Mädchen und Frauen mit Behinderung

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Gastredakteurin: Petra Flieger

Illustrationen: Karin Flatz

Online-Ausgabe der Beiträge des Schwerpunktes: Bidok – digitale Volltextbibliothek – hier

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Die Zeitschrift widmet sich in ihrem über 40-jährigen Bestehen mit dieser Ausgabe erstmals schwerpunktmäßig dem Thema Behinderungen.

Die mangelnde Berücksichtigung einerseits einer Gender-Perspektive bei Maßnahmen speziell für behinderte Menschen, andererseits einer Behinderungs-Perspektive bei anderen Maßnahmen wie z.B. Beratungseinrichtungen für Mädchen und Frauen zieht sich wie ein roter Faden durch die acht Beiträge dieser AEP-Informationen zum Schwerpunkt Mädchen und Frauen mit Behinderungen. Die Autorinnen beleuchten in ihren Beiträgen vielfältige Aspekte des Schwerpunkthemas aus unterschiedlichen Perspektiven, einmal mehr als Wissenschafterinnen mit oder ohne Behinderungen, einmal mehr als persönliche Reflexion über Lebens- und Alltagserfahrungen als Mädchen und Frauen mit Behinderungen. Alle beziehen sich auf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen und vermitteln – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – kleine, aber vertiefte Einblicke in den großen Themenkomplex.

Petra Flieger hat diesen Schwerpunkt bearbeitet. Sie arbeitet seit vielen Jahren als freie Sozialwissenschafterin zu verschiedenen Themen aus dem Bereich der Gleichstellung und Integration von Mädchen und Buben, Frauen und Männern mit Behinderungen; sie versteht sich als Verbündete der Selbstbestimmt Leben Bewegung von Frauen und Männern mit Behinderungen.

Die Illustrationen stammen von der Künstlerin Karin Flatz. Sie setzt sich künstlerisch zum Thema Behinderung auseinander und schafft künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum.

Inhaltsverzeichnis Heft 4 2015

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