Sexarbeit in den Medien – Zwischen Klischee und journalistischer Verantwortung
Samstag 09. Mai 2026
10:30 – 12:00
Leopoldsaal (Theologie)
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Journalismusfests 2026 statt.
Die mediale Berichterstattung über uns, über Sexarbeitende ist ein einziges Desaster“, schreibt die politische Aktivist*in, Buchautor*in und Sexarbeiter*in Ruby Rebelde, die eingehend Berichterstattung über Sexarbeit analysiert hat. Über „das komplexe Phänomen Sexarbeit und über superdiverse Sexarbeiter*innen“ werde „schablonenhaft und voller Ressentiments ‚berichtet‘“. In ihrem* Buch „Warum sie uns hassen“ (2025) untersucht Rebelde, wie sich die Diskriminierung von Sexarbeiter*innen, von „Sexarbeitsfeindlichkeit“, gesamtgesellschaftlich auswirkt und welchen Anteil der Journalismus daran hat.Für den Deutschen Journalistenverband hat 2025 die Journalistin Harriet Langanke gemeinsam mit Co-Autorinnen einen Leitfaden für JournalistInnen („Handreichung“) erstellt, der helfen soll, „gängige Klischees und Vorurteile zu vermeiden und eine respektvolle, realitätsnahe professionelle Berichterstattung zu fördern“, jenseits von Stigma und Sensationslust.
Am Podiumsgespräch nimmt auch eine Sozialarbeiterin aus Innsbruck teil, die Fragen zu Situation in Österreich beantwortet wird.
Harriet Langanke
Journalistin und Sexualwissenschaftlerin, Köln
Ruby Rebelde
Sexarbeiter*in, politische Aktivist*in, Buchautor*in, Hamburg
Eine Sozialarbeiterin von Ibus
Ibus ist die Innsbrucker Beratung und Unterstützung für Sexarbeiter*innen
Moderation
Christine Baur
Juristin, Mediatorin, ehem. Gleichbehandlungsanwältin
Diese Veranstaltung wird gefördert von:
