Feminismus für den Frieden
Eine Veranstaltungsreihe des AEP

“Der Friede ist zu wichtig, um ihn Männern allein zu überlassen” – Johanna Dohnal
Angesichts drohender KI Katastrophen, weltweit steigender Rüstungsausgaben, zunehmender geopolitischer Konflikte und der wachsenden Auswirkungen der Klimakrise scheint der Blick in die Zukunft für viele Menschen von Unsicherheit und Resignation geprägt. Gewalt gegen Frauen, sexualisierte Gewalt als Kriegsstrategie, die Zerstörung sozialer Infrastrukturen sowie Flucht und Vertreibung treffen insbesondere Frauen, Kinder und andere marginalisierte Gruppen.
Feministische Bewegungen haben historisch immer wieder Alternativen aufgezeigt und entwickelten Perspektiven für eine Gesellschaft, die auf Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Kooperation basiert.
Dazu laden wir zu zwei Vorträgen in die AEP-Frauen*bibliothek:
Bertha von Suttner vor dem Hintergrund ihrer Zeit
Vor 120 Jahren erhielt Bertha von Suttner als erste Frau den Friedensnobelpreis. Außerdem kämpfte sie für Frauenrechte und gegen den um sich greifenden Antisemitismus in Wien um 1900.
In dieser Veranstaltung werden ihre Aktivitäten vorgestellt und ihre Zeit sowohl durch Zitate aus ihren Schriften als auch durch Aussagen von Zeitgenossen veranschaulicht.
So sollen die teils unbekannten Seiten dieser kämpferischen und idealistischen Frau aufgezeigt und gewürdigt werden.
Grundlage der Präsentation ist die Biographie „Bertha von Suttner. Kämpferin für den Frieden“ von Brigitte Hamann, erschienen 2013.
Die Vortragenden
Sabina Beirer und Christine Raffl waren jahrzehntelang als Lehrerinnen am BRG Reutte tätig.
In Vorträgen widmen sie sich inspirierenden Frauenpersönlichkeiten, die in ihrer Zeit wichtige Impulse gesetzt und gesellschaftliche Veränderungen mitgestaltet haben – der Frauenrechtlerin und Sozialdemokratin Adelheid Popp, der Friedensnobelpreisträgerin und Pazifistin Bertha von Suttner sowie der Architektin und Widerstandskämpferin Margarete Schütte-Lihotzky.
Das Besondere an ihren Vorträgen ist die lebendige Art der Vermittlung: Durch ausgewählte Zitate lassen sie die porträtierten Frauen selbst zu Wort kommen. Ihre Lebensgeschichten werden dadurch greifbar und anschaulich – Geschichte wird nicht nur erzählt, sondern bekommt eine persönliche Stimme.
11.11.2026, 19 Uhr
AEP-Frauen*bibliothek
Moderation: Joanna Egger
„Der Krieg ist der Vater aller Dinge“. Vortrag und Diskussion mit Birge Krondorfer

„Der Krieg ist der Vater aller Dinge“ (Heraklit). Wir müssen einerseits dieses ewige Credo aufbrechen und andererseits gilt es über den Wahrheitskern solcher Aussagen nachzudenken. Dazu gehört auch die tradierte Behauptung, dass es zur Natur des Menschen gehöre Kriege zu führen. Dabei geht es auch um Fragen des immer gewalthaltigen Patriarchats in Ausnahmelagen wie in Alltagen. „Der Krieg ist die Explosion des Krieges im Frieden“ (Ingeborg Bachmann).
Birge Krondorfer, feministische Philosophin und tätig in der Frauenbildungsstätte Frauenhetz/Wien. Mitherausgeberin von „Krieg und Friedenbewegung: Feministische Perspektiven“; mandelbaum verlag 2025
1.12.2026, 19 Uhr
AEP-Frauen*bibliothek
Moderation: Joanna Egger
Gefördert durch
