10. Gesprächsrunde für Frauen: „Begegnung – Austausch – Vernetzung“

Montag, 18. Jänner 2016, 19:00 Uhr
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19, Innsbruck

Die „Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung und Austausch“ plant wieder Aktivitäten zum heurigen Internationalen Frauentag. Jede Frau ist herzlich willkommen!!!
Bitte diese Einladung auch weiterverbreiten – die Gesprächsrunden richten sich an alle Frauen, unabhängig von ihrem Zugang zu Feminismus und Frauenbewegung und den Kontexten ihres Engagements.

Die Räumlichkeit des AEP ist für RollstuhlfahrerInnen barrierefrei zugänglich. Bei Bedarf an Gebärdensprachdolmetsch oder sonstiger Unterstützung bitte so rasch wie möglich Kontakt aufnehmen: office@aep.at

Lesung mit Getraud Klemm aus dem Buch Aberland

Bürgerliche Mütter, bürgerliche Töchter: ein bitterböses Porträt zweier Frauen-Generationen

Montag, 14. Dezember 2015, 19:30 Uhr
AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19, Innsbruck

Elisabeth, 58, versucht würdevoll zu altern. Ihr gutbürgerliches Leben ist am ehesten charakterisiert durch das, was sie alles nicht getan hat: sie hat nicht studiert und nicht gearbeitet, sie hat ihre Kinder nicht vernachlässigt und ihren Mann nicht mit dem Künstler Jakob betrogen, sie hat der Schwiegermutter nicht die Stirn geboten und stellt noch immer nicht den Anspruch, ins Grundbuch der Jugendstilvilla eingetragen zu werden. Mit Zynismus und verhaltener Selbstreflexion beobachtet sie das Altern der Frauen um sie herum.
Und sie beobachtet ihre Kinder, vor allem Franziska, 35, die zu Wutausbrüchen neigt, mit den Anforderungen der Gesellschaft an ihre Mutterrolle hadert und die theoretische Gleichberechtigung von Mann und Frau im Alltag nicht einlösen kann. Auch sie hat ihre Visionen nicht verfolgt, weder beruflich noch privat, und begnügt sich mit einem fast fertigen Studium und einem fast geliebten Mann. Es scheint, als habe sich dieser zahnlose Feminismus von einer Generation an die nächste vererbt.

dolores david

dolores david

Gertraud Klemm: geb. 1971 in Wien, hat Biologie studiert, bis 2005 als hygienische Gutachterin gearbeitet und ist seitdem österreichische Schriftstellerin. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und wurde mehrfach ausgezeichnet, u.A. mit dem Publikumspreis des 38. Ingeborg Bachmann Preis 2014. „Aberland“ war für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert (Longlist). Sie lebt mit ihrer Familie in Pfaffstätten, Niederösterreich. Aktueller Roman: „Aberland“ 2015 (Droschl.) Im Frühjahr 2016 erscheint der Roman „Muttergehäuse“ bei Kremayr & Scheriau.

www.gertraudklemm.at

Moderation und Gespräch mit der Autorin: Marina Unterberger: Germanistin, Innsbruck

9. Gesprächsrunde für Frauen: „Begegnung – Austausch – Vernetzung“

Montag, 7. Dezember 2015, 18:30 Uhr
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19, Innsbruck

Die „Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung und Austausch“ (siehe: www.aep.at). kann auf ihr erstes, erfolgreiches Jahr zurückblicken, das wir auch gemeinsam feiern möchten.

Programm:

18:30 bis 19:30: Rückblick auf den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Ausblick auf das Jahr 2016 (Ideensammlung für den Internationalen Frauentag am 8. März)
Kleines Buffet – Jahresabschlussfeier der Frauenvernetzungsgruppe
20:00 bis 21:00 Uhr: Buchpräsentation „Innsbrucker Mädls (be)schreiben….“ – ein Projekt von Agru Zora

Jede Frau ist herzlich willkommen!!!

Bitte diese Einladung auch weiterverbreiten – die Gesprächsrunden richten sich an alle Frauen, unabhängig von ihrem Zugang zu Feminismus und Frauenbewegung und den Kontexten ihres Engagements.
Die Räumlichkeit des AEP ist für RollstuhlfahrerInnen barrierefrei zugänglich. Bei Bedarf an Gebärdensprachdolmetsch oder sonstiger Unterstützung bitte so rasch wie möglich Kontakt aufnehmen: office@aep.at

Sex, Arbeit und die Politik der Repräsentation

Vortrag mit María do Mar Castro Varela & Nikita Dhawan

Donnerstag, 3. Dezember, 19:00 Uhr
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19

Im Alltagsverständnis werden die Begriffe „Sex“ und „Arbeit“ als Gegensätze betrachtet, so als impliziere das eine die Abwesenheit des anderen. Das Konzept „Sexarbeit“, obwohl nicht von all jenen, die Teil dieses transnationalen Arbeitsmarktes sind, akzeptiert, ist provokativ, da es das Alltagsverständnis von „Sex“ und „Arbeit“ irritiert. Es verknüpft nämlich zwei Sphären, die normalerweise nicht zusammengedacht werden: der Verkauf der sexuellen Arbeitskraft als Lohnarbeit. Im Gegensatz zu Lohnarbeit wird Sexarbeit nicht als normal angesehen, da es sich dabei weder um „normalen“ Sex, noch „normale“ Arbeit handelt. „Normalität“ bestimmt das, was innerhalb von Sex und Arbeit als akzeptabel, erstrebenswert und legitim erachtet wird. Repräsentation – also das wie in Alltagsdiskursen jemand und etwas repräsentiert werden – ist mithin im Kontext von Sexarbeit ein wichtiger Aspekt im Kampf um sexuelle und ökonomische Gerechtigkeit.
Aufbauend auf postkolonial-queer-feministischen Perspektiven wird der Vortrag folgenden Fragen nachgehen: Was ist „normale“ Arbeit und „normaler“ Sex ? Welche Rolle spielen Fragen von Rassifizierung, Klasse, Gender und Religion in diesem Zusammenhang? Was geschieht mit jenen Subjekten, die diese Normen nicht erfüllen können oder wollen? Wie werden sie entmachtet und warum erscheinen sie als unintelligibel und nicht anerkennbar? Wieso und mit welchen Konsequenzen werden ihre Forderungen, Interessen und Belange außerhalb der Sphäre des Rechtmäßigen.

Prof.in Dr.in Nikita Dhawan (* 1972 in Thane) ist seit Oktober 2014 Professorin für Politische Theorie mit thematischer Akzentuierung im Feld der Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Innsbruck sowie Direktorin der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung: Identitäten – Diskurse – Transformationen. Ihre Forschungs- und Interessenschwerpunkte liegen in den Bereichen des Transnationalen Feminismus, der Globalen Gerechtigkeit, der Menschenrechte sowie der Demokratie und Dekolonisierung.

Prof.in Dr.in rer. soc. María do Mar Castro Varela (* in A Coruna) ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Queer und Gender Studies an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin. Sie ist Dipl.-Psych. und Dipl.-Päd. und promovierte in Politikwissenschaften. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Postkoloniale Theorie, Kritische Migrationsforschung und Gender- und Queer Studies.

Eine Veranstaltung von  iBUS (Innsbrucker Beratung und Unterstützung für Sexarbeiter_innen).

Lesung von Gedichten und Diskussion mit Luminiţa Mihai Cioabă

Sonntag, 29. November 2015, 17:00 Uhr
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19 (im Hof), Innsbruck

Luminiţa Mihai Cioabă, Präsidentin der Roma-Kulturorganisation „Ion Cioabă Foundation“ und bekannteste rumänische Roma-Autorin, veröffentlichte Prosatexte und mehrere viersprachige Gedichtbände (Romanes, Rumänisch, Deutsch und Englisch). In ihrem Film „Romane Iasfa“ („Zigeunertränen“) thematisiert sie ein totgeschwiegenes Kapitel der Zeitgeschichte: den Genozid an den Roma in Transnistrien.

Für ihre literarische Arbeit erhielt Mihai Cioabă zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Als Mitglied einer traditionellen Roma-Gruppe und als Tochter des bulibaša (Oberhaupt einer Roma-Gemeinschaft) Ion Cioabă war es für Luminiţa Mihai Cioabă schwierig, schriftstellerisch tätig zu werden:

„Unsere Sitten fordern von der Romni – erst recht von der Tochter des großen Bulibassen – das unterwürfige Weib mit langem Rock und Münzen im Haar. Das ist Tradition, das sind unsere selbstauferlegten Fesseln. Für unsere Mentalität ist Gleichberechtigung überhaupt noch nicht denkbar. Deshalb findet meine Arbeit auch wenig Verständnis. Eine schreibende Zigeunerin, das geht vielen zu weit.“ (zit. nach Franz Remmel: Die Roma Rumäniens. Volk ohne Hinterland. Wien 1993, S. 233).

Luminiţa Mihai Cioabă liest Gedichte auf Romanes und Rumänisch, Minu Ghedina (Bildende Künstlerin und Schauspielerin) liest auf Deutsch.

Moderation und Gespräch mit der Schriftstellerin: Beate Eder-Jordan: Vergleichende Literaturwissenschaft, Universität Innsbruck

Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten Tirol (www.minorities.at) in Kooperation mit AEP – Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft (www.aep.at) und Vinzenzgemeinschaft Waldhüttl (www.waldhuettl.at).

 

8. Gesprächsrunde

Begegnung – Austausch – Vernetzung

Mittwoch, 4. November 2015, September, 19:00 Uhr
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19, Innsbruck

Seit Dezember letzten Jahres wurde ein sehr produktiver Vernetzungsprozess zwischen unterschiedlichsten Frauen begonnen mit zahlreichen Aktivitäten rund um den Internationalen Frauentag 2015 (siehe: www.aep.at). Das 8. Treffen der „Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung – Austausch – Vernetzung“ widmet sich der konkreten Planung von Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November.

Jede Frau ist herzlich willkommen!!!

Bitte diese Einladung auch weiterverbreiten – die Gesprächsrunden richten sich an alle Frauen, unabhängig von ihrem Zugang zu Feminismus und Frauenbewegung und den Kontexten ihres Engagements.

Organisation: AEP – Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft

Die Räumlichkeit des AEP ist für RollstuhlfahrerInnen barrierefrei zugänglich. Bei Bedarf an Gebärdensprachdolmetsch oder sonstiger Unterstützung bitte so rasch wie möglich Kontakt aufnehmen: office@aep.at

5 Frauen – 5 Bücher: Literatur und Politisierung

Freitag, 30. Oktober, 19:30 – 21:00 Uhr
Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft – AEP, Schöpfstraße 19, Innsbruck

Welche Romane, Gedichte, wissenschaftlichen Werke… haben meine politisch-feministische Sichtweise geprägt und mein Leben verändert?
Fünf frauenbewegte Frauen unterschiedlichen Alters und mit verschiedenen Hintergründen erzählen anhand von 5 Büchern aus ihrem Bücherregal über die Bedeutung von Literatur für ihre eigene Politisierungsgeschichte.

Moderation: Gerti Eder (Obfrau Autonomes FrauenLesbenZentrum)

DiskutandInnen: Darinka Krpata, Elfi Oblasser, Margit Preve, Sarah Milena Rendel, Melike Tohumcu

 

Diese Veranstaltung ist der dritte und letzte Teil der Reihe „Frauenbewegungen: Geschichte und Aktualität“.

Viele Rechte, Freiheiten und Möglichkeiten von Frauen werden heute als Selbstverständlichkeit angesehen, sind aber historisch erkämpfte Errungenschaften. Die Erste Frauenbewegung forderte das Frauenwahlrecht, den Zugang zu Bildung und Arbeitsmöglichkeiten, die Zweite Frauenbewegung politisierte u.a. Gewalt- und Machtverhältnisse im Privaten.
Die jüngere Generation von Frauen ist heute mit anderen Lebensrealitäten konfrontiert als ihre Vorkämpferinnen. Trotzdem sind bis heute nach wie vor viele frauenbewegte Forderungen uneingelöst. Die Veranstaltungsreihe „Frauenbewegungen: Geschichte und Aktualität“ soll vor diesem Hintergrund einen generationenübergreifenden Austausch und die Vermittlung von Wissen und Erfahrung ermöglichen.

Folder zur Reihe

Eine Veranstaltungsreihe von Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft – AEP (www.aep.at), ArchFem (www.archfem.at), Autonomes FrauenLesbenZentrum (www.frauenlesbenzentrum.at/)

Care Revolution. Schritte in eine solidarische Gesellschaft

Buchpräsentation

Dienstag, 20. Oktober 2015, 19:30 Uhr
Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft – AEP, Schöpfstraße 19, Innsbruck

Viele Menschen geraten beim Versuch, gut für sich und andere zu sorgen, an die Grenzen ihrer Kräfte. Was als individuelles Versagen gegenüber den alltäglichen Anforderungen erscheint, ist Folge einer neoliberalen Krisenbearbeitung. Notwendig ist daher ein grundlegender Perspektivwechsel, eine Care Revolution.
Gabriele Winker entwickelt Schritte in eine solidarische Gesellschaft, die nicht mehr Profitmaximierung, sondern menschliche Bedürfnisse und insbesondere die Sorge umeinander ins Zentrum stellt. Ziel ist eine Welt, in der sich Menschen nicht mehr als KonkurrentInnen gegenüberstehen, sondern ihr je individuelles Leben gemeinschaftlich gestalten.

Referentin: Dr. Gabriele Winker ist Professorin für Arbeitswissenschaft und Gender Studies an der TU Hamburg-Harburg. Sie ist Mitbegründerin des Feministischen Instituts Hamburg und Aktivistin im Netzwerk Care Revolution.

7. Gesprächsrunde

Begegnung – Austausch – Vernetzung

Mittwoch, 5. Oktober, 19:00 Uhr
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19, Innsbruck

Seit Dezember letzten Jahres wurde ein sehr produktiver Vernetzungsprozess zwischen unterschiedlichsten Frauen begonnen mit zahlreichen Aktivitäten rund um den Internationalen Frauentag 2015 (siehe: www.aep.at). Das 7. Treffen der „Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung – Austausch – Vernetzung“ widmet sich den zukünftigen Aktivitäten der Frauenvernetzungsgruppe.

Jede Frau ist herzlich willkommen!!!

Bitte diese Einladung auch weiterverbreiten – die Gesprächsrunden richten sich an alle Frauen, unabhängig von ihrem Zugang zu Feminismus und Frauenbewegung und den Kontexten ihres Engagements.

Organisation: AEP – Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft

6. Gesprächsrunde für Frauen

Begegnung – Austausch – Vernetzung

Mittwoch, 16. September, 19:00 Uhr
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19, Innsbruck

Seit Dezember letzten Jahres wurde ein sehr produktiver Vernetzungsprozess zwischen unterschiedlichsten Frauen begonnen mit zahlreichen Aktivitäten rund um den Internationalen Frauentag 2015 (siehe: www.aep.at). Das 6. Treffen der „Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung – Austausch – Vernetzung“ widmet sich offenen Fragen zu Zielen, inhaltlicher Grundausrichtung und Struktur der Vernetzungsgruppe sowie den zukünftigen Aktivitäten zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November.

Jede Frau ist herzlich willkommen!!!

Bitte diese Einladung auch weiterverbreiten – die Gesprächsrunden richten sich an alle Frauen, unabhängig von ihrem Zugang zu Feminismus und Frauenbewegung und den Kontexten ihres Engagements.

Organisation: AEP – Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft