2017 nr. 1 | Feminismus und Sexualität

Cover1_17Webseite2Aspekte weiblicher Sexualität in diesem Heft – natürlich kann dieses Heft nicht im Entferntesten alle Aspekte feministischer Sichtweisen auf weibliche Sexualität abdecken, nicht einmal einen Bruchteil davon. Es handelt von Körpern und ihren Bildern, von lustvollen, lüsternen Göttinnen und von Lust und Gewalt. Gewalt ist nie Sex. Sexualität und Gewalt unter dem Sammelbegriff „Sexualität“ in einem Heft zu thematisieren ist problematisch. Sexualisierte Gewalt ist keine Form von Sexualität. Doch der Umgang unserer Gesellschaft damit, sowie die strukturelle Art der Thematisierung von Sexualität, die in enger Verbindung zu Gewalt steht und diese damit legitimiert, ließ uns die Einbeziehung wichtig und notwendig erscheinen. (vgl. den Beitrag zu Rape Culture in diesem Heft).

Redakteurin: Helga Pregetsbauer

Inhaltsverzeichnis

Editorial

Helga Pregesbauer: Drachinnenzähmung

Andrea Dechant: Sexualität einer Göttin!

Katja Grach, Michaela Urabl: Was machen eigentlich diese Sexualpädagogen*Sexualpädagoginnen?

Del LaGrace Volcano im Gespräch mit Paul Haller über queere Kunst, Widerstand und Inter*sexiness: Inter*sexy!

Christian Fiala: Sexualität und Fruchtbarkeit: Eine über 100-jährige Geschichte des Kampfes für Selbstbestimmung

Sara Ablinger: Body Shaming. Von der Pflicht zu gefallen

Katharina Beclin: Welchen Einfluss hat der Gesetzgeber auf unser Sexualleben?

Yvonne Czermak: Transfrauen in Haft. Von inneren und äußeren Mauern, Grenzen und Zwängen

Larissa Breitenegger: Vulvenvielfalten

Brigitte Temel: Street Harassment und Lesbische Frauen*

Miriam Kollmann: Porno erregt. Eine Einführung in die feministische Pornografie

Helga Pregesbauer: Rape Culture. Vergewaltigung mit System

Katrin Lukas: Sexualität ganz praktisch

Rezensionen

Termine

Bücher zum Thema in der AEP-Frauenbibliothek

In eigener Sache

20. Gesprächsrunde für Frauen: „Begegnung – Austausch – Vernetzung“

Montag, 12. Juni 2017, 19:00 Uhr im AEP
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19, Innsbruck

Die nächste Gesprächsrunde der „Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung und Austausch“ widmet sich der Nachbesprechung zu Aktivitäten rund um den Internationalen Frauentag sowie dem inhaltlichen Austausch zum Jahresschwerpunkt „Aktivitäten gegen den Rechtsruck“.

Jede Frau ist herzlich willkommen!!!
Bitte diese Einladung auch weiterverbreiten – die Gesprächsrunden richten sich an alle Frauen, unabhängig von ihrem Zugang zu Feminismus und Frauenbewegung und den Kontexten ihres Engagements.

Die Räumlichkeit des AEP ist für RollstuhlfahrerInnen barrierefrei zugänglich. Bei Bedarf nach Gebärdensprachdolmetsch oder sonstiger Unterstützung bitte Kontakt aufnehmen: office@aep.at

Feminism loaded

 

Aktuelle Infos zum derzeitigen Standort der Ausstellung, zum Konzept der Ausstellung, zu Ausleihebedingungen etc. finden Sie hier.

 


 

Eröffnung der Ausstellung „feminism loaded“ zu Feminismus & Frauenbewegungen

17. Mai bis 9. Juni 2017

Geschichte und Aktualität von Frauenbewegungen und Feminismus sind zentral für die Demokratisierung der Gesellschaft. Sie sind jedoch bis heute nicht im kollektiven Gedächtnis verankert – weder in Schulbüchern noch in der medialen Öffentlichkeit.

 

Vor diesem Hintergrund stellt die Wanderausstellung Feminism loaded zentrale Themen wie Gewalt gegen Frauen, Einkommensdiskriminierung, Pflege und Sorgearbeit, die Unterscheidung Sex-Gender oder geschlechtsspezifische Rollenbilder zur Diskussion und vermittelt Denkanstöße. Die Ausstellung wird in den Folgejahren zu vielen öffentlichen Orten wandern und kann von Schulen, Bildungshäusern oder Kultureinrichtungen angefordert werden.

Eröffnung:

Dienstag, 16. Mai 2017, 18:00 Uhr
BFI Tirol (Foyer), Ing.-Etzel-Straße 7, Innsbruck

Begrüßung:
Karin Klocker, Geschäftsführerin BFI Tirol

Worte des Projektteams:
Lisa Gensluckner, Katerina Haller, Monika Jarosch, Gabi Plattner, Angelika Schafferer

Statements:
Helene Schnitzer, Kulturarbeiterin und TKI-Geschäftsführerin
Flavia Guerrini, Erziehungswissenschafterin mit Schwerpunkt Geschlechterforschung

Anschließend Drinks und Buffet

Gefördert durch das Land Tirol im Rahmen von TKI open 16, von der Stadt Innsbruck im Rahmen von stadt_potenziale, dem Bundeskanzleramt Kunst und Kultur sowie der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung – ÖGPB.
Mit freundlicher Unterstützung des BFI Tirol.

 

Termine für Führungen:

Mittwoch, 24. Mai, 18:00 Uhr
Donnerstag, 1. Juni, 18:00 Uhr

Für Gruppen und Schulklassen ist eine Terminvereinbarung erforderlich: angelika.schafferer@gmx.at

 

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Montag bis Freitag, 9:00 bis 19:00 Uhr
Samstag, 9:00 bis 12:00 Uhr
An folgenden Tagen kann die Ausstellung nicht besichtigt werden:
Donnerstag, 18. Mai und Mittwoch, 31. Mai.

 

Mutterschaft in Diskussion

Feministische Perspektiven

Donnerstag, 11. Mai 2017, 19:30 Uhr
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19, Innsbruck

Im Umgang mit Mutterschaft spiegeln sich die Geschlechterverhältnisse und damit die Position der Frauen in der jeweiligen vorherrschenden Ordnung. Und deshalb spielte die Mutter/schaft als Wirklichkeit und als Diskurs in allen Frauenbewegungen immer eine große, wenn auch höchst umstrittene Rolle. Die Mutter und das „Mütterliche“ waren und sind wie ein Brennglas widersprüchlicher Perspektiven innerhalb der feministischen Debatten. Interessant ist, dass Mutter/schaft/lichkeit in den letzten beiden Dekaden in der feministischen Theorie kaum noch zur Diskussion stand. Das scheint sich in der letzten Zeit wieder zu ändern – was man an den Streitpunkten Väterrechte, Leihmutterschaft, Versorgung oder Alleinerzieherinnen sehen kann.
Die Ausgabe 3/2016 der vierteljährlich erscheinenden „AEP – Informationen. Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft“ trägt den Titel „In anderen Umständen. Mutterschaft in Diskussion“. Die Redakteurinnen Hilde Grammel und Birge Krondorfer präsentierten in dieser Ausgabe viele Themen und Diskussionsräume, die Künstlerin Judith Klemenc gestaltete die Illustrationen. Wir nehmen eine Präsentation dieser Ausgabe zum Anlass, um über Mutterschaft aus feministischer Perspektive ins Gespräch zu kommen.

Programm:
Birge Krondorfer (Politische Philosophin, Frauenhetz Wien): Präsentation der AEP-Informationen „In anderen Umständen. Mutterschaft in Diskussion“
Marina Unterberger (Germanistin): Diskussionsbeitrag zu Mutterschaft aus feministischer Perspektive
Judith Klemenc (Künstlerin): Illustrationen – die Welt aus Kinderaugen

Moderation: Katerina Haller (Mitarbeiterin des AEP)

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Trans Studies – Buchpräsentation & Diskussion

Freitag, 28. April, 19:00 – 21:00 Uhr
ArchFem, Zollerstraße 7, Innsbruck

„Trans Studies. Historische, begriffliche und aktivistische Aspekte“ beschreibt Trans Studies als kritische Forschungsrichtung, die aus Widerstand und zivilgesellschaftlichem Engagement entsteht – sie kann als politisches Projekt gesehen werden. Selbsthilfegruppen, Trans*Ak­­ti­­vist_innen, Studierende, Künstler_innen bringen die Trans Studies in den 1980ern und 1990ern in die Akademia. Trans Studies bauen auf rassismus- und klassismuskritischen, feministischen Ansätzen genauso auf wie etwa auf der (kritischen) Sexualwissenschaft. Sie entwickeln bestehende Begriffe weiter und schaffen neue. Sie intervenieren in wissenschaftliche Paradigmen und gesellschaftliche Normen. Sie entstehen als Teil einer sozialen Bewegung, die für Anerkennung, Menschenrechte und gegen Diskriminierung innerhalb und außerhalb der Akademia kämpft.

Moderation: Mar_ry Anegg

Autor des Buches: Persson Perry Baumgartinger ist Wissenschaftler, Lektor, Trainer und Coach mit Forschungsschwerpunkten zu Kritischer Diskursanalyse, Queer Linguistics, Trans Studies und Sozialgeschichte.

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Weitere Infos:
https://www.archfem.net/

Veranstaltung des ArchFem in Kooperation mit AEP – Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft und dem Büro für Gleichstellung und Gender Studies – Bereich Gender Studies.

2016 nr. 4 | Bissige Geschichten

Feminismen, Humor und Widerstand

Zeitschrift Nr. 4 – 2016 bestellen

Redakteurinnen: Karin Macke und Bettina Zehetner, gemeinsam mit Mitarbeiterinnen des Vereins Frauen* beraten Frauen* in Wien, ihre Weggefährtinnen, Kolleginnen, Freundinnen

Künstlerinnen: Brigitta Höpler, Maria Temnitschka, Angela Zwettler

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Ausgehend von der Wunschphantasie „Hängematte statt Hamsterrad“ basteln die Autorinnen dieses Hefts an feministischen Strategien für ein gutes Leben. Die Ökonomisierung durchdringt zunehmend alle Lebensbereiche, sie formt und ver-formt uns – unsere Lebensweisen, unsere Identitäten und unsere Körper. Wir leben unter dem Imperativ der beständigen Selbstbearbeitung und -optimierung und dem permanent bedrohlichen Gefühl, nicht zu genügen. Wir müssen uns „anpassen“, flexibel und mobil sein, effizient und kreativ unsere eigenen Arbeitsplätze und Projekte gestalten. Wir müssen uns täglich bewähren auf dem immer beschleunigter, druckvoller und prekärer werdenden Arbeitsmarkt ebenso wie auf dem Markt der Körper und Beziehungen. In unserer Selbstausbeutung sind wir unsere strengsten Richterinnen. Solchen Entwicklungen wollen wir im vorliegenden Heft bissige Geschichten und humorvollen Widerstand entgegensetzen.

Inhaltsverzeichnis Heft 4 2016

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Lesung mit Marlen Schachinger

Dienstag 28. März 2017, 19:30 Uhr
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstr. 19, Innsbruck

Marlen Schachinger liest aus ihrem Roman

„Martiniloben“

Ein literarischer Thriller

Mona will dem Gegeneinander in der Stadt entfliehen und zieht in ein Dorf an der Landesgrenze, wo sie sich ein sozialeres Miteinander erhofft. Doch der Schein trügt stets……….

Zum Martiniloben, dem Fest des Jahres, dem großen ländlichen Sauf- und Fressgelage, eskaliert die Situation.

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Marlen Schachinger

Geb. 1970 in Oberösterreich,

Freiberufliche Autorin, publiziert Prosa, Lyrik und Essays.

Zahlreiche Literaturpreise und –stipendien.

www.marlen-schachinger.com

Lesung frauenbewegter Texte mit Musik, Gesang und Brunch

Samstag, 11. März 2017, 11:03 Uhr
Öffentliche AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstr. 19, Innsbruck

Programm:

Lesung frauenbewegter Texte: Mitarbeiterinnen und Leserinnen der Bibliothek stellen feministische Texte vor. Es lesen Marina Unterberger, Monika Jarosch, Derya Kutoglu und Petra Flieger.

Girls are on fire! Sandra Mayrhofer-Mallaun und Magdalena Komisarz vermitteln mit Text, Bild und Musik Einblicke in den Womens March vom 21. Jänner 2017, der als einer der größten Protestereignisse in die US-amerikanische Geschichte eingehen wird. Hundertausende Frauen (und Männer) protestierten am ersten Amtstag von Donald Trump gegen Frauenverachtung und für Demokratie.

Musik und Gesang: Gemeinsam werden Lieder der Frauenbewegung mit musikalischer Begleitung von Christine Abdel-Halim gesungen.

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Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen der Öffentlichen Büchereien 2017.

Kinderbetreuung wird angeboten – Voranmeldung bis 9. März 2017 notwendig bei: office@aep.at

Erzählcafe: „Ohne Angst verschieden sein“

Donnerstag, 2. März 2017, 19:00 Uhr
Autonomes FrauenLesbenZentrum, Liebeneggstraße 15, Innsbruck

Die „Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung und Austausch“ ist ein kommunikatives, solidarisches und politisches Forum für ganz unterschiedliche Frauen. Im Rahmen eines Erzählcafes widmen wir uns diesen Unterschieden und den jeweils individuellen Hintergründen, um ein besseres gegenseitiges Kennenlernen, mehr Verständnis und damit eine gute Basis für zukünftige gemeinsame Aktivitäten zu schaffen. Was bedeutet das „Frausein“ für jede Einzelne vor dem Hintergrund unterschiedlicher Verortungen? (Herkunft/Nationalität, Religion, Sexuelle Orientierung, Behinderung, Klassen- bzw. Schichtzugehörigkeit, …). Women only.

Moderation: Derya Kurtoglu (Erziehungswissenschafterin)

Organisation/Veranstalterin: Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung und Austausch

19. Gesprächsrunde für Frauen: „Begegnung – Austausch – Vernetzung“

Demowerkstatt: kreativ – widerständig – lustvoll

Montag 27. Februar 2017, ab 17:00 Uhr
ArchFem, Zollerstraße 7, Innsbruck

Kollektiv wird für die Demonstration zum Frauentag am 4. März (Treffpunkt: 13:00 Uhr bei Annasäule Innsbruck) gebaut, gemalt, vorbereitet, getextet. Kommt vorbei!

Die 19. Gesprächsrunde der „Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung und Austausch“ widmet sich dem inhaltlichen Austausch und der kreativen Umsetzung von Aktivitäten für den heurigen Internationalen Frauentag.

Jede Frau ist herzlich willkommen!!!
Bitte diese Einladung auch weiterverbreiten – die Gesprächsrunden richten sich an alle Frauen, unabhängig von ihrem Zugang zu Feminismus und Frauenbewegung und den Kontexten ihres Engagements.

Organisation der Demowerkstatt: ArchFem in Kooperation mit Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung und Austausch